Lupus erythematodes
Informationen für Betroffene und Angehörige
Lupus erythematodes: Symptome und diagnostische Verfahren
Systemischer Lupus erythematodes ist eine chronische Erkrankung, die typischerweise fortschreitend mit Krankheitsschüben verläuft. Zu allgemeinen Krankheitszeichen wie Antriebslosigkeit und Müdigkeit zu Beginn kommt es im weiteren Verlauf der Erkrankung in der Regel zu einem Befall einzelner oder mehrerer Organe.
ACR-Kriterien zur Diagnose vom SLE
Das American College of Rheumatology (ACR) hat Kriterien erarbeitet, die bei der Diagnose der Erkrankung herangezogen werden. Demnach gilt die Diagnose SLE als sicher, wenn sich mindestens vier der folgenden elf Symptome zeigen:
- Schmetterlingserythem
- Diskoide Hautveränderungen
- Lichtempfindlichkeit der Haut
- Schleimhautgeschwüre
- Arthritis (zwei oder mehr Gelenke)
- Serositis (Brustfell- oder Herzbeutelentzündung)
- Funktionsstörung der Nieren (Eiweiß oder Zellen im Urin)
- Neurologische Störungen bei Beteiligung des Zentralnervensystems (Krampfanfälle, Psychosen)
- Veränderungen des Blutes (z. B. Zytopenien)
- Immunologische Veränderungen (z. B. Anti-dsDNA)
- Antinukleäre Antikörper (ANA)
Um diese Symptome zu diagnostizieren, werden u. a. folgende Verfahren eingesetzt:
Bluttests: Test auf Vorhandensein von antinukleären Antikörpern (ANA), sog. ANA-Titer (bei 99 % der Patienten positiv, jedoch nicht nur bei SLE vorhanden), Anti-dsDNA etc.
Urintests: u. a. auf Eiweiß, Zucker und Blutzellen im Urin, Bestimmung des Kreatininspiegels
Bildgebende Verfahren: zur Untersuchung organischer Veränderungen, z. B. Magnetresonanztomografie (MRT), Computertomografie (CT) und Elektroenzephalogramm (EEG)
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